Freiwilligendienst

Der Freiwilligendienst bietet jungen Menschen die Möglichkeit sich im Sozial- und Jugendwesen einen Menschen- und Kulturen verbindenden Dienst zu leisten.

Junge Freiwillige..

... unterstützen benachteiligte Menschen durch tatkräftige Hilfe und geben ihnen Perspektiven im Alltag.

... leisten Hilfe zur Selbsthilfe und integrieren sich vor Ort in die bestehende Gemeinschaft der Mitarbeiter/innen.

... sind bereit zu interkulturellem Lernen und übernehmen dabei Verantwortung für sich und die Gesellschaft.

 


Freiwilligendienst von Jana Smela aus Hannover.

Doris Schröder-Köpf übernimmt Patenschaft für Schülerin der Elsa-Brändström-Schule

Hallo und Schalom,

mein Name ist Jana und ich habe gerade mein Abitur an der Elsa-Brändström-Schule in Hannover gemacht. Auf mich wartet ein einjähriger Freiwilligendienst in Israel, für den Doris Schröder-Köpf die Patenschaft übernommen hat.

Am 01. September 2014 beginnt mein Dienst bei der Organisation „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)“ in Tel Aviv. Für die Organisation werde ich die eine Hälfte der Woche in einem jüdischen Altenpflegeheim für religiöse Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten, von denen einige Holocaust-Überlebende sind. Die andere Hälfte der Woche arbeite ich an der Universität von Tel Aviv in einem „Programm für Jüdisch-arabische Kooperation“. Das Programm erforscht die politische und gesellschaftliche Situation der arabischen Minderheit in Israel, die nach Angaben des israelischen Statistikamts etwa 21% der Bevölkerung des Landes ausmacht.

Ich bin besonders froh über diese vielfältigen Arbeiten, die es mir ermöglichen, sowohl einen tiefen Einblick in die Komplexität des Friedensprozesses im Nahen Osten als auch in die verschiedenen Ausprägungen jüdischer Kultur zu erhalten. Die Begegnungen mit Israelis geben mir die Gelegenheit, das Verhältnis zwischen Israelis und Deutschen weiter zu verbessern und so zur Aussöhnung beizutragen. Nach meinem Freiwilligendienst möchte ich meinen Mitmenschen hier in Hannover von meinen Erfahrungen berichten und somit die andere Kultur weniger fremd wirken lassen.

Ich danke Frau Schröder-Köpf dafür, dass sie für mich eine Patenschaft übernommen hat und damit die Realisierung meines Freiwilligendiensts und meine Projekte unterstützt. Auf dieses Jahr voller neuer Erfahrungen freue ich mich sehr und bin gespannt, was mich erwarten wird.

 

Erster Projektbericht aus einem Jahr Freiwilligendienst mit der ASF in Israel

Mein Name ist Jana Smela und ich komme aus Hannover, wo ich dieses Jahr mein Abitur gemacht
habe. Nach meiner Schulzeit hatte ich Lust, etwas Neues zu entdecken, die Welt und mich selbst
besser kennen zu lernen. Ein Freiwilligendienst bei Aktion Sühnezeichen Friedensdienste hat mich
angesprochen, weil er gleichzeitig eine politische und historische Komponente enthält und ich das
Bedürfnis hatte, mich mehr mit der deutschen Vergangenheit auseinander zu setzten und die
Geschehnisse aufzuarbeiten. Mir gefiel die Idee, ein Land nicht nur in der Gegenwart
wahrzunehmen, sondern auch aus der Perspektive der Vergangenheit heraus zu verstehen.
Gerade Israel stach für mich heraus, weil ich Lust hatte, einmal Europa zu verlassen und mich in
eine andere Position hinein zu versetzen. Seitdem ich hier bin, hat sich diese Erwartung, oft die
Perspektive zu wechseln, nur bestätigt. In den drei Monaten, die ich erst hier bin, habe ich viele
prägende Erfahrungen gemacht, die mich sehr bereichern.

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Hier können Sie den vollständigen Projektbericht herunterladen PDF 530 KB

Zweiter Projektbericht aus einem Jahr Freiwilligendienst mit der ASF in Israel

Da bin ich wieder.

Oder besser gesagt: Da bin ich immer noch. Etwa ein halbes Jahr nachdem ich meinen ersten Projektbericht verschickt habe, melde ich mich wieder zu Wort. Obwohl wir Freiwilligen noch mehr als einen Monat im Land bleiben, fühlt sich dieser Projektbericht schon wie der erste Schritt zu einem Abschied an, den ich alles andere als herbei wünsche. Irgendwie habe ich kurz nicht auf die Uhr geschaut und schon sind zehn Monate vergangen. Ich kann es gar nicht fassen, wenn ich das Datum so vor mir sehe. Mein Gefühl sagt mir, ich sei erst seit etwa zwei Wochen im Land, nur meine Erinnerungen bestätigen mir, dass schon viel passiert ist und ich zahlreiche Erfahrungen gemacht habe. Mit einer leichten Melancholie beim Gedanken an das Ende, die bedeutet, wie tief ich schon Wurzeln in diesem Ort geschlagen habe, möchte ich von meinen Erfahrungen erzählen.

 

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